Dr. med. Nicola Westphal: metreet

wald & gesundheit

Ein Spaziergang in der Natur tut Körper und Seele gut – das ist wohl unbestritten. Dass der Wald aber auch zum Therapeuten werden kann, ist vielen dagegen noch neu.

Das japanische Gesundheitstraining Shinrin-Yoku (deutsch: Waldbaden) nutzt die positiven Effekte des Waldes auf die körperliche und mentale Gesundheit und verstärkt sie gezielt mit Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen. Shinrin-Yoku wird dort seit langem erfolgreich zur Stressbewältigung und Burnout-Prävention eingesetzt und ist mittlerweile sogar als Behandlungsmethode (forest therapy) im Gesundheitssystem verankert.

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drei fakten zum wald

wald reduziert stress

Natürliche Farben und Geräusche wirken beruhigend und aktivieren einen Teil unseres Nervensystems, der für Entspannung und Erholung zuständig ist (Parasympathikus). Schon ein kurzer Aufenthalt führt dazu, dass sich Atmung, Herzschlag und Blutdruck regulieren, Stresshormone abgebaut und Regenerationsprozesse angeregt werden.

wald stärkt das immunsystem

Waldluft ist sauberer und sauerstoffreicher als Stadtluft. Darüber hinaus ist sie angereichert mit pflanzlichen Duft- und Schutzstoffen (sog. Terpenen), die wir beim Atmen aufnehmen und die unser Immunsystem zur Bildung von Abwehrzellen anregen

wald steigert das wohlbefinden

Regelmäßige Aufenthalte im Wald wirken sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus, fördern die Konzentration und Schlafqualität und wirken depressiven Verstimmungen entgegen.

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Auch in Deutschland wird Waldbaden immer öfter als Entspannungsmethode zum Stressabbau, aber auch als wirksame Ergänzung in der Behandlung von psychosomatischen, neurologischen, Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen angewandt.

Blüten Nahaufnahme - Mood-Foto

„Der Wald gehört zu den besten Tankstellen, wo man seine Batterien wieder aufladen kann.“

– Ernst Fertl